Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Lübeck e. V.

Ein orangefarbener Fahrradrahmen mit einem bunten Aufkleber.

Sticker am Fahrradrahmen wirbt für den Jungen ADFC. © ADFC e.V. | Tim Röber

ADFC gibt Tipps zum Schulstart und fordert mehr kommunales Engagement

Zum Beginn des neuen Schuljahres Mitte August fordert der Fahrradclub ADFC Schleswig-Holstein ein stärkeres Engagement der Kommunen, die Schulwege verkehrssicher für alle Kinder zu gestalten.

iele Kinder bewegen sich zu wenig, auch auf dem Weg zur Schule. Deshalb ruft der Fahrradclub ADFC Schleswig-Holstein dazu auf, aktiv ins neue Schuljahr zu starten und statt des sog. „Elterntaxis“ mit dem Fahrrad zur Schule zu fahren.

Dazu stellt Stephanie Meyer, Landesvorsitzende des ADFC Schleswig-Holstein, klar:
„Den Schulweg mit dem Rad oder Roller zurückzulegen, sorgt für einen körperlichen Ausgleich der Kinder zum langen Sitzen in der Schule. Das Radfahren fördert nicht nur die Gesundheit, sondern die Schülerinnen und Schüler sind morgens wacher und konzentrierter und können dem Unterricht besser folgen.“

Sichere Schulwege mit Tempo 30, Querungshilfen und Schulstraßen

Um den Weg eigenverantwortlich mit dem Fahrrad zurücklegen zu können, brauche es sichere Schulwege. Hier sieht Stephanie Meyer die Kommunen in der Verantwortung: „Viele Eltern sehen sich in der Situation, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu fahren, weil sichere Wege für ihre Kinder fehlen. Darin offenbart sich die fehlgeleitete Verkehrsplanung der letzten Jahrzehnte. Die Kommunen sind in der Pflicht, endlich die Wege für Schulkinder sicher umzubauen!“ Für den ADFC braucht es auf Schulwegen sichere und breite Rad- und Fußwege, aber auch ausreichend Querungshilfen wie Ampeln und Zebrastreifen. In Kreuzungsbereichen müssen gute Sichtbeziehungen geschaffen werden und diese von falschparkenden Fahrzeugen freigehalten werden.

Ein Informationsschreiben des Verkehrsministerium aus dem vergangenen Jahr zeige auf, wie Schulstraßen für Sicherheit sorgen könnten. Dafür sei es wichtig, dass jede Schule ihren Schulwegeplan stets aktuell halte und Veränderungen und gefährliche Stellen an Schulträger und Kommune meldet und dort sofortige Besserung einfordert. Der ADFC fordert alle Kommunen auf, Gefahrenstellen umgehend zu entschärfen. Auch müsse konsequent und großräumig um alle Bildungseinrichtungen Tempo 30 angeordnet werden. Dazu Stephanie Meyer: „Wir erwarten von den Straßenrechtsbehörden, auf allen Ebenen die aktuelle Gesetzeslage im Sinne der Kinder auszulegen!“

Eltern sind gefordert: Kinder unterstützen, Wege üben oder einen „Lauf- oder Fahrradbus“ starten

Kinder seien noch in der Entwicklungsphase, auch beim Verhalten im Straßenverkehr. Die Eltern seien deshalb in der Pflicht, die Kinder zu ermuntern und zu unterstützen. Dazu rät Stephanie Meyer den Eltern: „Jeder Schulweg ist anders. Fahren Sie also den Schulweg gemeinsam mit Ihrem Kind ab und besprechen sie unübersichtliche Verkehrsstellen. Und das nicht nur einmal. Üben Sie den Weg solange gemeinsam, bis Sie und Ihr Kind sich sicher fühlen.“

Sollten auf diesen Wegen aber Gefahrenstellen entdeckt werden, empfiehlt Meyer: „Melden Sie problematische Verkehrsstellen unbedingt an die Schule und die Kommune, damit diese beseitigt werden.“

Als ergänzendes Angebot können Eltern Fahrrad- oder Laufbusse einrichten, bei denen die Kinder gemeinsam und begleitet durch Erwachsene zur Schule fahren oder laufen. Ähnlich wie bei einem Bus werden dann auf dem Weg Haltestellen vereinbart, an denen Kinder dazukommen können.

Eine Übersicht, weitere Tipps und Hinweise hat der ADFC auf seiner Seite zusammengestellt. Diese finden Sie hier.

ADFC-Angebote für Schulen:
An vielen Schulen spielt das Fahrrad bereits eine große Rolle. Der ADFC Schleswig-Holstein unterstützt Schulen dabei, das Radfahren zu stärken.
Schulen erhalten beim ADFC eine kostenlose Beratung und können sich als "Fahrradfreundliche Schule" auszeichnen lassen.
Auch unterstützt der ADFC beratend bei der Umsetzung von kinderfreundlichen Schulradwegplänen und Fahrradwerkstatt-Angeboten.
Die kostenlosen Angebote richten sich an alle Schulen in Schleswig-Holstein.
Eine Übersicht der Angebote gibt es unter www.fahrradfreundliche-schule.de.


Werden Sie Fahrradfreundliche Schule!

Ihre Schule verfügt bereits über

  • gute Radabstellanlagen für Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte
  • einen Schulradwegplan
  • Reparaturwerkzeug für Fahrräder
  • ein engagiertes Team bei Fahrrad-Kampagnen
  • spannenden Unterricht rund ums Rad

Dann lassen Sie sich doch kostenfrei vom ADFC Schleswig-Holstein bewerten und auszeichnen!

Zum Bewerbungsformular
https://luebeck.adfc.de/pressemitteilung/adfc-gibt-tipps-zum-schulstart-und-fordert-mehr-kommunales-engagement

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