Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club Kreisverband Lübeck e. V.

Schlagloch auf der Straße.

Schlagloch auf der Straße. © ADFC/ Gerhard Westrich

Klimakrise: ADFC fordert echte Radverkehrsförderung von Kommunen

Der Fahrradclub ADFC fordert von den Kommunen endlich die konsequente Umsetzung beschlossener Radverkehrskonzepte, da auch diese auf Klimaanpassungsmaßnahmen einzahlen.

Die Folgen der mangelhaften Klimaschutzmaßnahmen der letzten Jahre zeigen sich in den letzten Wochen eindrücklich in Frankreich, Spanien und England, und auch Schleswig-Holstein ächzt bereits unter Hitzewellen. 
Umweltminister Tobias Goldschmidt hat deshalb diese Woche ein Strategiepapier zu Klimaanpassungsmaßnahmen vorgestellt.
Stephanie Meyer, Landesvorsitzende des ADFC Schleswig-Holstein, fordert von den Kommunen endlich eine konsequente Stärkung des Fahrrades:
"Besonders in den Städten leiden die Menschen unter hohen Temperaturen, versiegelten Flächen und zu wenig Grün. Autos heizen beim Fahren und  im geparkten Zustand die Straßen weiter auf. Das Fahrrad bietet dem entgegen Abkühlung beim Fahren, stärkt die Gesundheit der Nutzenden und verbraucht deutlich weniger Platz im Straßenverkehr und für das Abstellen. 
Neue Angebote für Radfahrer*innen können darüber hinaus auch relativ zügig und einfach umgesetzt werden. So können parallel zu Hauptverkehrsachsen Fahrradstraßen ausgewiesen oder Tempo 30 zur Verkehrsberuhigung angeordnet werden."
Neues Straßenverkehrsgesetz: Sicherheit geht vor Leichtigkeit
Das neue Straßenverkehrsgesetz, das der Bundestag im letzten Frühjahr verabschiedet hat, bietet den Kommunen dafür deutlich mehr Freiheit. 
Meyer betont: "Der Schwerpunkt hat sich glücklicherweise endlich verschoben. Der Gesetzgeber sagt jetzt klar: Sicherheit geht vor Leichtigkeit des (Auto-)Verkehrs."
ADFC: Kommunen können Radverkehr mit niedrigschwelligen Maßnahmen schnell fördern
Der Fahrradclub ADFC fordert deshalb von allen Kommunen in Schleswig-Holstein endlich konsequente Radverkehrsförderung, durch den Ausbau von Fahrradwegen, aber auch die Nutzung ordungsrechtlicher Maßnahmen, wie die Anordnung von Tempo 30 und Fahrradstraßen.
Für Meyer ist klar: "Die meisten Städte und großen Gemeinden verfügen seit Jahren über ausgearbeitete Konzepte zur Förderung des Radverkehrs, diese sind oftmals Voraussetzung für Fördermittel. 
Die Konzepte werden jedoch nur sehr lückenhaft umgesetzt! Meist werden nur Maßnahmen realisiert, die niemandem wehtun, wie den Bau von Fahrradbügeln oder das farbliche Markieren von Schutzstreifen. In vielen Kommunen bleiben die Konzepte aber gleich in den Schubladen liegen, entweder weil Personal, Geld - oder einfach der Umsetzungswille - fehlt!"
Die Verwaltungen in Städten und Gemeinden seien deshalb gefordert, endlich die kommunalpolitische beschlossenen Maßnahmen konsequent umzusetzen.


https://luebeck.adfc.de/pressemitteilung/klimakrise-adfc-fordert-echte-radverkehrsfoerderung-von-kommunen

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